Altdorf

© 2004/05
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10 Jahre Heimat- und Museumsverein

Besucher-kl02Mehreren Mitgliedern des Heimat- und Museumsvereins, die sich zum Teil schon vor der Vereinsgründung für den Erwerb des Adlhoch-Hauses und die Einrichtung als Heimatmuseum sowie in den vergangenen zehn Jahren besonders für den Verein verdient gemacht haben, wurde besonders gedankt und sie erhielten eine Ehrenurkunde. Die Laudatio für die Geehrten hielten jeweils Vorstandsmitglieder des Heimat- und Museumsvereins.
Das Bemühen von Professor Otto Bauer sei es, den endgültigen Verfall alter menschlicher Behausungen zu verhindern und diese als Kulturgüter zu erhalten, sagte Museumsbetreuerin Monika Weigl bei der Würdigung von Professor Bauer. Schon ab 1960 habe er sich um das Altdorfer Bauernhäusl bemüht und von da an habe er alle Aktivitäten um das Gebäude im Auge gehabt und war gefragter Fachmann und Ratgeber für Bürgermeister, Gemeinderat und die Denkmalschutzbehörden. Das Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit seien inzwischen unzählige Forschungsaktivitäten, sagte Monika Weigl, die in mehreren Publikationen über das Altdorfer Museum, in die Hausforschungs-Fachliteratur und in die vielen Führungen für interessierte Besucher und Fachpublikum eingeflossen sind.
Zweiter Vorsitzender Anton Paukner würdigte Ernst Gruß als einen Mann, der für die Marktgemeinde Altdorf und für den Heimat- und Museumsverein sehr viel geleistet habe. Als Heimatforscher und Buchautor des Altdorfer Heimatbuches sei er weit über die Grenzen Altdorfs hinaus bekannt. Nach seinen Bemühungen für die Vorbereitung und Gründung des Vereins stellte er sich dann auch in der Vorstandschaft zur Verfügung. Seine Ideen zur Innenausstattung des Museums kamen dem alten Haus zu gute, die unzähligen Lichtbildervorträge und Kirchenführungen füllten stets die Gotteshäuser und die Säle in den Gasthäusern, betonte Anton Paukner. Auch heute noch stehe Ernst Gruß dem Verein mit Rat und Tat zur Verfügung und stelle immer wieder alte Fotos für Sonderausstellungen zur Verfügung.
Das Engagement und den tatkräftigen Einsatz von Willi Gürtner für den Heimat- und Museumsverein würdigte Maria Franz. Willi Gürtner habe schon zu Lebzeiten von Anna und Katharina Adlhoch und später mit der Erbengemeinschaft über den Verkauf des Adlhoch-Anwesens verhandelt und eine Arbeitsgruppe zur Gründung eines Heimat- und Museumsvereins einberufen, sagte Maria Franz. Obwohl er als dritter Bürgermeister und Kreisrat viele Termine zu bewältigen habe, sei Willi Gürtner bei fast jeder Veranstaltung des Vereins anwesend und habe immer ein offenes Ohr für die Belange des Vereins.
Für seine vielfältigen Aktivitäten rund um Archäologie und Museum wurde Werner Hübner von Kreisheimatpflegerin für Archäologie und Bodendenkmalpflege, Monika Weigl, gewürdigt. Sie sagte, Werner Hübner habe immer im Hintergrund gewirkt und dazu beigetragen, dass die damals neuesten, überregional bedeutenden Grabungsfunde in das damals erst auszustattende zukünftige Altdorfer Museum, und nicht nach München in die Anonymität der Archäologischen Staatssammlung kam. Für den Verein habe Werner Hübner viele Vorträge und Führungen gehalten. Seine Feldbegehungen und Exkursionen endeten immer im Heimatmuseum.
Blumen-klBereits Ende der 80er-Jahre habe Franz Leneis die Zeichen der Zeit erkannt und im Gemeinderat den Vorschlag eingebracht, die Adlhoch-Hofstelle durch die Gemeinde zu erwerben, berichtete Hans Seidl über den zu Ehrenden. Als die beiden Adlhoch-Schwestern im Jahre 1988 verstorben waren, sei es dann auch zum Kauf des so genannten Oswaldgütls gekommen. Bei Umbau und Einrichtung zum Heimatmuseum habe Franz Leneis als Elektromeister mit Rat und Tat geholfen. Beim Verein war er seit der Gründung als Fachbeirat dabei, sei der Initiator der Weinfeste gewesen und habe unzählige Stunden bei der Pflege des Museumsgartens verbracht, sagte Hans Seidl anerkennend.
Als Gründungsmitglied und Initiator zur Gründung des Vereins seien ihm die Belange des Vereins und des Museum sehr ans Herz gewachsen, sagte Ida Forster über Bürgermeister Josef Sehofer. Es vergehe kein offener Sonntag, an dem der "Hausherr" nicht im Museum sei, die Besucher begrüße und sich einen Überblick über das Geschehen im Haus verschaffe. Stets habe er ein offenes Ohr für die Belange des Vereins. Er unterstütze diesen bei Ausstellungen, Buchveröffentlichungen, mit Presse- und Fotoarbeiten und vielem mehr. Für seine stete Hilfe und Unterstützung wurde auch Bürgermeister Sehofer von der Vorsitzenden des Heimat- und Museumsvereins mit einer Ehrenurkunde gewürdigt.

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10 Jahre HMV