Altdorf

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Handwerk, so wie es fr├╝her war, bekamen die Besucher beim offenen Museumssonntag im Heimatmuseum ÔÇ×Adlhoch-HausÔÇť diesmal vorgef├╝hrt. Mit Esse, einer Feldschmiede mit fu├čbetriebenem Blasebalk, und Ambos zeigten zwei Schmiede, wie in fr├╝herer Zeit Gegenst├Ąnde f├╝r die Landwirtschaft und das t├Ągliche Leben gefertigt wurden.

 Der Altdorfer K├╝nstler Stefan Baumer und der fr├╝here Schmied Heinrich Linzmeier stellten sich an diesem Nachmittag dem Heimatmuseum zur Verf├╝gung und demonstrierten den 120 Besuchern, unter ihnen auch B├╝rgermeister Josef Sehofer, wie aus dem auf 1200 Grad erhitzten Eisen ein Gel├Ąnderteil, aber auch ein Schuhl├Âffel entstehen k├Ânnen. Die Vorf├╝hrungen stie├čen auf gro├čes Interesse. Die Zuschauer standen bis auf die Stra├če. Auch ganze Radlergruppen waren gekommen und machten Rast am Heimatmuseum. 

Kommentiert wurden die einzelnen Arbeitsschritte von drittem B├╝rgermeister Will G├╝rtner, dem Obermeister der hiesigen Metallinnung, der selbst Schmied gelernt hatte. Er erl├Ąuterte die Vorgehensweise beim Schmieden und erz├Ąhlte auch aus fr├╝heren Zeiten, als beim Schmied nicht nur Dinge f├╝r die Landwirtschaft wie Hufeisen f├╝r Pferde und Ochsen, sondern auch Gegenst├Ąnde f├╝r das t├Ągliche Leben hergestellt und repariert wurden. Das war sehr wichtig damals auf den D├Ârfern. Wie Will G├╝rtner sagte, war Heinrich Linzmeier ├╝brigens einer der ersten Mitarbeiter der Firma G├╝rtner in der Schmied vor der Umstellung des Betriebes auf den heutigen Metallbaubetrieb, der Bauschlosserei.
Auch im Heimatmuseum sahen sich viele Leute um. Vermessungsingenieur Rupert Wimmer erz├Ąhlte im Erdgeschoss in der ehemaligen K├╝che ├╝ber deren fr├╝here Bedeutung, und Professor Otto Bauer erl├Ąuterte im ehemaligen Austragsst├╝berl den vor kurzem entdeckten Fehlboden und die darin gefundenen verschiedenartigsten Gegenst├Ąnde. Ida Forster, Vorsitzende des Heimat- und Museumsverein, f├╝hrte die Museumsbesucher in der Arch├Ąologieabteilung durch die Geschichte von Altdorf.
Der n├Ąchste offene Museumssonntag ist am 25. Juli. An diesem Tag wird wieder Brotbacken im alten Steinbackofen auf dem Museumsgel├Ąnde vorgef├╝hrt. Das fertige Produkt kann dann mit verschiedenen Schmankerln belegt verzehrt werden. Der Heimat- und Museumsverein beteiligt sich zuvor auch am Programm zur Markterhebung vom 16. bis 18. Juli mit einer Sonderausstellung im Heimatmuseum, Teilnahme am Festzug und am historischen Lagerleben.
                                      
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