Altdorf

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Die Auch am zweiten Ausstellungssonntag der Sonderausstellung ÔÇ×Das Bader-Wesen in Altdorf, Pfettrach und EugenbachÔÇť waren wieder viele interessierte Besucher ins Heimatmuseum ÔÇ×Adlhoch-HausÔÇť gekommen. Die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Ida Forster, konnte diesmal B├╝rgermeister Josef Sehofer und Professor Anton M├Â├čmer begr├╝├čen, der ein viel beachtetes Referat ├╝ber das Medizinalwesen in fr├╝heren Jahrhunderten hielt.

Ida Forster dankte dem Initiator dieser Ausstellung, dem Kreisarchivpfleger Hans Seidl aus Pfettrach, f├╝r seine viele, m├╝hevolle Arbeit sowie dem Altdorfer Heimatforscher Ernst Gru├č f├╝r die Zurverf├╝gungstellung der Bilder von dem ehemaligen Bader-Hofstellen im heutigen Altdorfer Ortsgebiet und w├╝nschte weiterhin viel Interesse f├╝r diese Sonderausstellung.

B├╝rgermeister Josef Sehofer begl├╝ckw├╝nschte den Heimat- und Museumsverein, dass es ihm immer wieder gelinge, derartige Sonderausstellungen im Heimatmuseum zu veranstalten. Museen dieser Art wie das Altdorfer Heimatmuseum seien ein Besuchermagnet, sagte Sehofer und zeigte sich dankbar, solche engagierten Personen in unserer Mitte zu haben wie Hans Seidl und Museumsbetreuerin Monika Weigl, die bei ihrer Forschungsarbeit ÔÇ×in die Tiefe gehenÔÇť, wie der B├╝rgermeister sagte, also in die Archive. Auf die vielen historischen Aush├Ąnge an den Stellw├Ąnden und die Darstellung der fr├╝hen medizinischen Behandlung in Wort und Bild eingehend wies das Ortsoberhaupt darauf hin, wie verw├Âhnt man eigentlich sei, heute wegen allen Beschwerden zum Arzt gehen zu k├Ânnen.

Ausstellungsleiter Hans Seidl, auch dritter Vorsitzender des veranstaltenden Heimat- und Museumsvereins, gab einige Erl├Ąuterungen zur Ausstellung und sagte, er spezialisiere sich vor allem auf die Archivarbeit. F├╝r die M├╝ller, Schmiede, Wirte und die Bader gab es fr├╝her in den ehemals eigenen Dorfgemeinschaften Altdorf, Pfettrach und Eugenbach so genannte Ehaftsordnungen mit den Rechten und Pflichten dieser Berufsgruppen, auf die in der Ausstellung besonders eingegangen werde.

Professor Anton M├Â├čmer, der in seinem vor kurzem erschienenen j├╝ngsten Buch ÔÇ×Arzte, B├╝rger, Herz├ÂgeÔÇť die Geschichte der Medizin in Landshut beschreibt, sagte, der Heimat- und Museumsverein habe sich mit dieser Ausstellung auf ein ├Ąu├čerst umfangreiches und abwechslungsreiches Thema eingelassen. Durch die Jahrhunderte h├Ątten sich die Begriffs- und Berufsbezeichnungen wie Feldscherer, Wund├Ąrzte, Barbiere und Bader immer wieder mal ge├Ąndert. Auch zeige die Ausstellung die Not der damaligen Zeit auf.