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Sauerteigbrot und Museumsexponate
Heimatmuseum und Demonstrationen lockten viele Besucher an

"Brotbacken wie zu Großmutters Zeiten" - unter diesem .Motto präsentierte sich am Sonntag das Altdorfer Heimatmuseum. Anlässlich des "Internationalen Museumstags" wurden Sauerteigbrot und frische Landbutter, dazu wohlschmeckende Radis angeboten. Mit diesen "kulinarischen Schmankerln" ließen sich viele Besucher anlocken, auch einmal einen Blick in das an Exponaten reiche Heimatmuseum zu wagen.

Der Vorsitzende des Altdorfer Heimat- und Museumsvereins, Hans Seidl, freute sich darüber, auch Bürgermeister Franz Kainz und weitere Repräsentanten der Marktgemeinde begrüßen zu dürfen. Die Ehrenamtlichen des Vereins mussten wegen der regen Nachfrage nach "kulinarischen Schmankerln" die Ärmel hochkrempeln.

BrotbackenBäckermeister Günther Gühl hatte bereits am Vortag den Sauerteig vorbereitet. Am Öffnungstag des Museums musste bereits frühzeitig der Backofen angeheizt werden, um die nötige Hitze im gemauerten Backraum zu erreichen. Rosi und Ludwig Abstreiter, die auch die frische Landbutter geliefert haben, bereiteten gemeinsam mit Thea Raaz, Ida Forster, Maria Franz, Anton Paukner und Josef Maier die begehrten Brotzeiten vor.

Das geöffnete Museum war auch ein willkommener Treffpunkt für an der Heimatgeschichte interessierte Mitbürger. Heimatbuchautor Ernst Gruß verstand es, aus seiner Sicht die mehrtausendjährige Vergangenheit Altdorfs anfragenden Besuchern darzustellen.

Die erste Besiedlung des unteren Pfettrachtals kann derzeit bis 5000 Jahre vor Christi Geburt nachgewiesen werden. Exponate aus dieser Zeitepoche sind im Gewölbekeller ausgestellt und zu bewundern. Die Steinzeit, die Keltenzeit und die Römerzeit haben ihre Spuren im Altdorfer Raum hinterlassen.

Gerade durch die rege Bautätigkeit in den vergangenen Jahrzehnten kamen in und um Altdorf bei archäologischen Ausgrabungen viele "stumme Zeitzeugen" ans Tageslicht. Bei einem aufmerksamen Rundgang durch das Museum erlebt man die Heimatgeschichte demonstrativ.

Vorsitzender Hans Seidl nutzte bei diesem Schautag die Gelegenheit festzustellen, dass das Altdorfer Heimatmuseum stets mit Sonderschauen; besonderen Demonstrationen und neuen Ausstellungsgegenständen das Besucherinteresse zu wecken versuche. "Ein Museum lebt, wenn viele Besucher kommen" , war dazu sein ermunterndes Resümee.

Die Öffnung des "Adlhoch-Hauses" am "Internationalen Museumstag" bestätigte diese Aussage des Vorsitzenden. Ausdrücklich verwies er aber auch darauf, dass die turnusgemäß anstehende Museumsöffnung am Pfingstsonntag entfällt. Die nächste Museumsöffnung ist deshalb erst wieder am 28. Juni.