Altdorf

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”Ehrenamtlicher Einsatz ist notwendig”
Die Gemeinde will die Mitglieder des Heimat- und Museumsvereins verstärkt einbinden

Mit einem Dankeschön-Essen beim Huberwirt in Gstaudach, bei dem bayrische Schmankerl aufgetragen wurden, beschloss der Heimat- und Museumsverein das diesjährige Museumsjahr. Zu den zahlreichen Gästen des Abends zählten auch der Hausherr des Adlhoch-Hauses, Bürgermeister Josef Sehofer, seine beiden Bürgermeisterkollegen Franz Kainz und Willi Gürtner sowie Hauptamtsleiterin Birgit Schenk.

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Altdorfs Bürgermeister Josef Sehofer bedankte sich im Namen der Marktgemeinde zum Jahresabschluss bei der Vorstandschaft des Heimat- und Museumsvereins und verdienten Mitarbeitern mit Blumensträussen und kleinen Anerkennungen für die geleistete Arbeit.


 

Ida Forster, Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, begrüsste alle als Freunde des Museumsvereins und freute sich über das Kommen von Kreisheimatpflegerin für Archäologie und Bodendenkmalpflege, Monika Weigl, und Werner Hübner von der Gesellschaft für Archäologie in Bayern. Sie dankte besonders den Mitarbeitern des Bauhofs und allen Arbeitskreismitgliedern, ohne deren tatkräftige Mitarbeit die Veranstaltungen und Ausstellungen an den Museumssonntagen nicht so gut verlaufen wären. Besondere Anerkennung sprach sie den beiden Gartenexperten Hermann Franz und Josef Maier aus, "denn einen so schönen Garten hatten wir schon lange nicht mehr", sagte Ida Forster erfreut. Der Verein bemühe sich, betonte sie, für die offenen Sonntage jeweils ein abwechslungsreiches Programm zu erarbeiten, er lasse alte Handwerksberufe wieder aufleben und wolle Traditionen und Überlieferungen an die Besucher weitergeben.

"Der Heimat- und Museumsverein und mit ihm die Marktgemeinde Altdorf können wieder auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken", sagte Bürgermeister Josef Sehofer zu Beginn seiner Ansprache. Die aktuellsten Schwerpunkte bei den vielen Sonderschauen und Vorführungen seien die Fahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Flossenbürg, der geminsame Gottesdienst und die Ausstellung im Heimatmuseum gewesen, die allesamt mitgeholfen hätten, diese Ereignisse in Altdorf vor und nach Kriegsende ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Dafür sprach er nochmals dem Heimat- und Museumsverein mit seinen Vorsitzenden Ida Forster, Anton Paukner und Hans Seidl, seinen Dank aus.

"Dieses Dankeschön möchte ich auch auf die ganzjährige Arbeit des Vereins ausweiten", sagte der Bürgermeister und schloss in seine Dankesworte auch Museumsbetreuerin Monika Weigl ein, die es immer verstehe, sowohl Kindern wie auch Erwachsenen die Heimatgeschichte und hier insbesondere die Exponate im Heimatmuseum näher zu bringen. Bei dem Wort "Geschichte" sollte man aber auch den Heimatbuchautor Ernst Gruß nicht vergessen, der es fertig gebracht habe, viel Vergessenes in einer Chronik für die einst drei selbstständigen Ortschaften Altdorf, Eugenbach und Pfettrach festzuhalten. betonte Josef Sehofer und sagte: "Ich glaube, dass ihm das keiner mehr nachmachen kann".

Der Besuch in unserem Museum sei, wie einmal eine Besuchergruppe festgestellt habe, eine Zeitreise über acht Jahrtausende, fuhr das Marktgemeindeoberhaupt fort. Diese mehr tausendjährige Geschichte sei für die Altdörfer eine Ermutigung mitzuhelfen, dass die Vergangenheit unserer Heimat weiter erforscht werde.

"Wir können nämlich stolz auf unsere Geschichte und die Siedlungsspuren in unserer Gegend sein". Altdorf sei schon immer ein beliebter Siedlungs- und Wohnort angesichts der topographischen Lage, der ertragreichen Lehm-Löss-Böden und der Nähe zur Isar- Flusslandschaft gewesen, sagte Josef Sehofer.

Den vielen Ehrenamtlichen des Heimat- und Museumsvereins sprach der Bürgermeister besondere Anerkennung und Lob aus. Dieses ehrenamtliche Engagement sei auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass auf den Landkreis und die Marktgemeinde eine der grössten Herausforderungen bei archäologischen Arbeiten durch den Bau der geplanten Nordumgehung zukomme. Finanziell könnten wir uns nicht mehr alles leisten, sagte Josef Sehofer. Deshalb sei der ehrenamtliche Einsatz notwendiger denn je. "Das Ehrenamtliche" muss hiermit eingebunden und nicht in Frage gestellt werden", betonte der Bürgermeister abschliessend.

Als Dank für die Arbeit im Heimat- und Museumsverein überreichte Bürgermeister Josef Sehofer Blumensträusse und eine Anerkennung an Ida Forster, Monika Weigl, Maria 'Franz, Anton Paukner und Hans Seidl sowie an Klaus Janssen und Werner Winheim, die Mitarbeiter „im Hintergrund", wie er sie nannte.