Altdorf

© 2005
erstellt durch Ja-DV

Gegen das Vergessen
Viele Besucher besichtigen Ausstellung im Heimatmuseum

Der Heimat- und Museumsverein und der Markt Altdorf haben mit Berichten, Veranstaltungen und Ausstellungen im Adlhoch-Haus die schon verblasste Erinnerung an die Ereignisse vor 60 Jahren - also vor und zum Ende des Zweiten Weltkriegs - aufgefrischt. Überraschend viele Besucher wurden dabei, wie sich am letzten Ausstellungs-Sonntag zu diesem Thema auch Bürgermeister Gegen Vergessen lk02Josef Sehofer nochmals über zeugen konnte, registriert:
Die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Ida Forster, merkte an, dass der Verein mit diesem Ausstellungsthema versucht habe, die jüngere Geschichte Altdorfs vor dem Vergessen zu bewahren. "Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, um nicht eines Tages wieder so Schreckliches zu erleben" ,fügte dazu Bürgermeister Josef Sehofer an.
Für die Beiträge und das vielfältige Bildmaterial für diese Ausstellung dankte der Marktgemeindechef namentlich Heimatbuchautor Ernst Gruß, dem Ehepaar Maria und Hermann Franz, dem Hobbyarchivar Hans Seidl, Pfarrer Josef Dotzler und nicht zuletzt der Vereinsvorsitzenden Ida Forster. Nach den Worten des Bürgermeisters ist der Markt Altdorf dem Aufruf, der Ereignisse vor 60 Jahren gezielt zu gedenken, weit über dem landesweiten Durchschnitt nachgekommen.
Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg hat, wie die LZ berichtete, das Leid der Häftlinge und das brutale Vorgehen der Nazidiktatur aufgezeigt. Auch die Eintragungen aus den Sterbebüchern des Marktes Altdorf und der katholischen Pfarrei Altdorf bestätigen den hohen Blutzoll, den die Heimatgemeinde zu Ende des Zweiten Weltkriegs hatte. Nicht weniger aufschlussreich waren die vielen Fotos aus dem Jahr 1945, die Heimatbuchautor Ernst Gruß zur Verfügung gestellt hatte.