Altdorf

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Greifvögel bevölkerten das Heimatmuseum
Auch das Brot aus dem Steinbackofen war ein „Renner“ beim Museumstag

Mit einem „Kontrastprogramm“ wartete diesmal beim offenen Museumssonntag der Heimat- und Museumsverein auf. Neben einer großen Ausstellung von Greifvögeln mit Lichtbildervortrag wurde im Steinbackofen auf dem Museumsgelände Brot gebacken. Über hundert Besucher ließen sich diese Attraktionen nicht entgehen.

GreifvögelDie Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Ida Forster, hieß Josef Geschwendtner aus Weihenstephan, Fachkraft bei der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Landshut, mit seinem „Assistenten“ Fritz Wimberger willkommen und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass beide Greifvögel-Experten mit ihrem Fachwissen und den zahlreichen mitgebrachten Schauexemplaren von präparierten Vögeln diesen Museumssonntag bereicherten. So konnte man den
Mäusebussard, Sperber, die Waldohreule und die Schleiereule, den Turm- und Wanderfalken sowie den Roten Milan in voller Größe und hautnah bewundern.

Josef Gschwendtner zeigte über all die ausgestellten Vögel und viele andere mehr beeindruckende Lichtbilder und informierte über die Lebensweise und Verbreitung dieser heimischen Greifvögel. So berichtete er vom Mäusebussard, dem häufigsten Greifvogel in unserer Region, dass dieser ein regelmäßiger Brutvogel mit zehn bis 15 Brutpaaren in der Stadt Landshut sei. Dagegen sei der Wespenbussard ein seltener Brutvogel mit derzeit nur einem Brutpaar im Naturschutzgebiet Landshut. Die meisten Brutpaare in Landshut, nämlich 20 bis 30, hat der Turmfalke, wusste Josef Gschwendtner zu berichten. Sein Bestand sei sogar zunehmend. Dagegen hätten Wanderfalke und Baumfalke nur jeweils ein Brutpaar in unserer Region.

Greifvögel beim offenen Sonntag am 29.07.07 07Die Eulen sind aber hier noch recht zahlreich vertreten, sagte der Vogelexperte. So hätten der Waldkauz und die Waldohreule in unserem Gebiet jeweils zehn bis 15 Brutpaare. Der Uhu und der Steinkauz dagegen seien recht seltene Brutvögel, Letzterer sogar vom Aussterben bedroht, weil sein Lebensgebiet, die Streuobstbestände, leider immer weniger würden. Josef Gschwendtner hatte auch viel Informationsmaterial über die Greifvögel mitgebracht und beantwortete alle Fragen seiner zahlreichen Zuhörer und Zuschauer.

Bereits am Vormittag hatten zweiter Vorsitzender Anton Paukner und Bäckermeister Günter Gühl den Steinbackofen auf dem Gelände des Heimatmuseums zu einem ersten Backgang mit Broten gefüllt, damit diese bis zum Nachmittag auskühlen konnten. Fast jeder Museumsbesucher probierte das frische Brot, bestrichen mit von Ida Forster selbst hergestellter Bauernbutter und bestreut mit Schnittlauch. Der Bestand war bald verbraucht, sodass am Nachmittag ein zweiter Backgang nötig war.

Der nächste offene Museumstag ist am Sonntag, 26. August, im Adlhoch-Haus. Es können an diesem Tag alle Abteilungen des 500 Jahre alten ehemaligen Bauernhauses besichtigt werden.