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"Heimatgeschichte zu wenig bekannt"
Im Heimatmuseum "viele Zeitzeugen" vergangener Epochen

Das Heimatmuseum hat zwar über die Heimatgrenzen hinaus einen guten Namen, aber die Heimatgeschichte ist zu wenig bekannt. Das bestätigte sich auch wieder am letzten Juli- Sonntag beim turnusgemäßen "Tag der offenen Tür", für den Hans Seidl als Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins mit einigen Engagierten gesorgt hat.

Heimatgeschichte"Ich habe schon oft vom Altdorfer Museum gehört oder gelesen. Deshalb' wollte ich dieses Museum gerade während der Urlaubszeit auch einmal besuchen." So oder ähnlich waren am vergangenen Sonntagnachmittag die Antworten von auswärtigen Besuchern, wie sie Ida Forster, Maria Franz, Josef Maier und Anton Paukner zu hören bekamen. In den Begegnungen mit den Besuchern standen aber nicht nur Informationen über das Museum, sondern oft auch Aussprachen zu der örtlichen Geschichte.

Zumeist unbekannt war den Besuchern, dass nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege in der Marktgemeinde Altdorf - nach St. Severin in Passau - das zweitälteste Gebäude Niederbayerns "mit aufstrebenden Gemäuern" steht. Das ist die St. Georg-Kirche in Eugenbach.

Aus Isarflusssteinen wurde um das Jahr 900 hoch über Eugenbach ein Wehrbau zum Schutz gegen die verheerenden Einfälle der Ungarn errichtet. Diese konnten erst im Jahre 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld durch den Augsburger Bischof Ulrich besiegt werden.

Das Museum selbst birgt im Untergeschoss, dem einstigen Weinkeller der jetzt nicht mehr existierenden Burganlage auf dem "Oswald"Berg, eine reichhaltige Ausstellung mit archäologischen Exponaten aus fast acht Jahrtausenden. Die Menschen, die einst in und um Altdorf, Eugenbach und Pfettrach gelebt haben, haben bleibende Spuren hinterlassen, die bei den vielen Baumaßnahmen in den vergangenen 50 Jahren wieder sichtbar wurden.

Auf die "Linienbandkeramiker" , die sich als erste Bauern im pfettrach-Tal sesshaft machten, folgten weitere Kulturepochen bis zu der Germanen- und Bajuwarenzeit ab etwa 450 nach Christus. Eine bevölkerungsmäßig steile Aufwärtsentwicklung erlebte das Pfettrachtal in den 70er- und 80er-Jahren des vergangenen 20. Jahrhunderts, gab dazu Altbürgermeister Josef Sehofer zu verstehen, der sich in die Museumsbetreuung an diesem" Tag der offenen Tür" eingereiht hatte.
LZ v. 31.07.2009