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Heimatgeschichte im Museum erlebbar
Am "Internationalen Museumstag" eine Zeitreise in die Vergangenheit

Die Heimatgeschichte über acht Jahrtausende ist im Altdorfer Museum "Adlhoch-Haus" erlebbar. Anlässlich des "Internationalen Museumstags" nutzten viele Besucher das Angebot des Heimat- und Museumsvereins, sich über die Heimatgeschichte zu informieren. Heimatbuchautor Ernst Gruß führte hierbei, im Beisein des zweiten Vorsitzenden Anton Paukner und der Ehrenvorsitzenden Ida Forster, die Besuchergruppen durch die Ausstellungen.

Internationaler MuseumstagDas offene Museum erwies sich am vergangenen Sonntag bei kühler, aber doch regenfreier Witterung als willkommener Treffpunkt für an der Heimatgeschichte interessierte Bürger und auch vieler Familien mit Kindern. Bei seinen Führungen spannte Ernst Gruß einen großen Bogen über die verschiedenen Zeitepochen. Hierbei waren Exponate aus dem 20. Jahrhundert dem einen oder anderen älteren Besucher noch in guter Erinnerung.

Die Ausstellung im Gewölbekeller birgt viele Fundstücke, die aus der ersten Besiedlung des Pfettrachtals stammen. Die Steinzeit, die Keltenzeit und die Römerzeit haben ihre Spuren im Altdorfer Raum hinterlassen. Gerade durch die rege Bautätigkeit in den vergangenen Jahrzehnten kamen in und um Altdorf bei archäologischen Ausgrabungen viele "stumme Zeitzeugen" ans Tageslicht.

Inzwischen laufen auch archäologische Ausgrabungen für die Altdorfer Nordumgehung, die der Landkreis Landshut in Auftrag gegeben hat. "Möglicherweise kann der Kenntnisstand über die Heimatgeschichte dadurch ergänzt werden", hofft die Ehrenvorsitzende Ida Forster. Nach ihrer Überzeugung ist Altdorf bereits heute eine der archäologisch bestens erforschten Kommunen.

Bei einem aufmerksamen Rundgang durch das Museum erlebt man die Heimatgeschichte demonstrativ. Die Menschen, die einst in und um Altdorf, Eugenbach und Pfettrach gesiedelt haben, haben uns im Ver- . borgenen viele Exponate hinterlassen, die bei den Ausgrabungen in den vergangenen 50 Jahren wieder sichtbar wurden.

Auf die "Linienbandkeramiker" , die sich als erste Bauern im Pfettrachtal sesshaft machten, folgten weitere Kulturepochen bis hin zu der Germanen- und dann der Bajuwarenzeit ab etwa 450 nach Christus. Eine bevölkerungsmäßig steile Aufwärtsentwicklung verzeichnete das Pfettrachtal in den 70er- und 80er-Jahren des vergangenen 20. Jahrhunderts.

Die nächste Museumsöffnung ist am 30. Mai von 14 bis 17 Uhr. An diesem Tag ist das Brotbacken nach alten Rezepten angesagt. Weiter wird Hans Seidl auch die Sonderausstellung über den Pfettracher "Penker-Hof" eröffnen. Bereits jetzt hat der Hobby-Archivar kundgetan, dass diese "Rückblende" über einige Jahrhunderte der Hofgeschichte recht aufschlussreiche Daten über das einst karge Leben der Landbevölkerung liefert.
LZ v. 19.05.2010