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"Museum eine Gedächtnisstütze der Kultur"
Am "Internationalen Museumstag" eine Zeitreise in die Vergangenheit

"Auch das Altdorfer Museum ist eine Gedächtnisstütze unserer Kultur." Mit dieser Feststellung beschrieb Hans Seid!, Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins, den Schautag im "AdlhochHaus" zum "Internationalen Museumstag". Gerade das Altdorfer Museum birgt eine große Bandbreite von Exponaten aus rund 7500 Jahren.'

internationaler Museumstag AltdorfAn diesem Öffnungstag führten abwechselnd Heimatbuchautor Ernst Gruß und die Ehrenvorsitzende Ida Forster durch die Ausstellungsräume. Ihnen standen auch Thea Raaz, Edeltrud Englert und Josef Maier unterstützend zur Seite. Dazu hatten Hans Seidl und Ernst Gruß auch die Sonderschau, "Aich und Ganslberg" mit Bauplänen aus dem Jahre 1908 für den "SpilmoaHof" (Spitalmeister-Hof) ergänzt.

Ein großformatiges Foto aus dem Jahre 1910 zeigt auch die damalige Eigentümerfamilie dieses stattlichen Hofes in Aich. Diese Sonderausstellung kann letztmalig am 29. Mai besichtigt werden. Das offene Museum erwies sich am vergangenen Sonntag bei kühler Witterung als willkommener Treffpunkt für an der Heimatgeschichte interessierte Bürger. Insbesondere die Ausstellung im Gewölbekeller ist mit vielen archäologischen Funden bestückt.

Die Steinzeit, die Keltenzeit und die Römerzeit haben auch im Altdorfer Raum ihre Spuren hinterlassen. Deshalb kann man bei einem Rundgang durch das Museum die Heimatgeschichte demonstrativ erleben. Auf die "Linienbandkeramiker" , die sich als erste Bauern im Pfettrachtal seßhaft machten, folgten weitere Kulturepochen bis hin ' zu der Germanen- und dann der Bajuwarenzeit ab etwa 450 nach Christus. Eine bevölkerungsmäßig steile Aufwärtsentwicklung verzeichnete das Pfettrachtal in den 70er- und 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit einem gänzlich anderen Aussehen der Heimat.
LZ v. 21.05.2011