Jahresversammlung Heimat- und Museumsverein Altdorf

Auch im zehnten Jahr des Bestehens von Heimatmuseum und Museumsverein konnte Vorsitzende Ida Forster auf ein Vereinsjahr mit vielen Veranstaltungen, offenen Museumssonntagen und zahlreichen Besuchern zurückblicken. Zur Jahresversammlung im Gasthof Lainer in Eugenbach begrüsste sie neben den erschienenen Mitgliedern besonders die Bürgermeister Franz Kainz und Willi Gürtner sowie mehrere Markt- und Kreisräte.

HMV JHV„Das Arbeitspensum, welches 2006 bewältigt werden musste, war groß“, sagte die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Ida Forster, zu Beginn ihres Jahresberichtes. Das Bemühen, den Besuchern an den offenen Museumssonntagen nicht nur bäuerliche und archäologische Vergangenheit, sondern auch Aktuelles zu bieten, habe viel Vorbereitung gebraucht. Doch dank der fleissigen Helfer und der guten Zusammenarbeit sei dies wieder gelungen. Auch die gesellige Ebene sei nicht zu kurz gekommen, sagte Ida Forster.

Die Ziele des Vereins wie die Erforschung der Vor- und Frühgeschichte, der Heimatgeschichte, der Erhaltung und den Ausbau der Sammlungen im Museum sowie die Förderung der Kultur- und Brauchtumspflege konnten auch im vergangenen Jahr wieder erfüllt werden. Der Auftakt der letztjährigen Saison sei mit dem Festakt zum zehnjährigen Bestehen des Heimatmuseums ein feierlicher gewesen, berichtete die Vorsitzende. Der Verein habe bei dieser Gelegenheit einen weiteren Band der „Altdorfer Schriften“ vorstellen können. An den Museumssonntagen wurden archäologischer Schmuck vorgestellt, 7000 Jahre

„Mode“ gezeigt, Brot gebacken, Heilsteine präsentiert, mit Kräutern der Kelten bekannt gemacht, Silber gezogen und gewalzt, die Geschichte des Homerhofes in Eugenbach ausführlich dargestellt und Volkstänze dargeboten.

Die Besucherzahlen an den Museumssonntagen konnten diesmal nicht gesteigert werden, sagte Vorsitzende Forster. „Schuld“ seien die Fußball-Weltmeisterschaft und die heißen Sommertage gewesen, sodass nur 750 Besucher die Ausstellungen sahen. Doch die weiteren Angebote im Adlhoch-

Haus wie das von der Museumsbeauftragten der Marktgemeinde, Monika Weigl, durchgeführte museumspädagogische Programm, an dem zahlreiche Schulklassen teilnahmen, die Grabungen mit den Kindern, der Hoagarten sowie die Führungen der vielen Besuchergruppen durch das Museum erbrachten zusammen die stattliche Zahl von 4349 Besuchern, berichtete Ida Forster sehr stolz.

Kassenverwalter Michael Kapfhammer erstattete einen detaillierten Kassenbericht, der einen finanziellen Gewinn auswies. Franz Kainz verlas den Bericht der beiden verhinderten Kassenprüfer Josef Deifel und Richard Gruß, die die vorbildliche Kassenführung lobten.

Die Grüsse und den Dank von Bürgermeister Josef Sehofer sowie des Marktgemeinderates überbrachte stellvertretender Bürgermeister Franz Kainz in seinem Grusswort. Er sprach seinen Dank an alle aus, die sich im Heimat- und Museumsverein einbringen und sich unentgeltlich engagieren. Das Museum und der Verein hätten einen guten Ruf und der Bekanntheitsgrad reiche weit über die Ortsgrenzen hinaus. Nach Expertenaussagen sei die Museumsarbeit in Altdorf vorbildlichst, sagte Franz Kainz und appellierte an die Verantwortlichen,zielstrebig weiterzumachen. Die Arbeit werde am Inhalt und nicht an der Besucherzahl, die nicht jedes Jahr gesteigert werden könne, gemessen, sagte der stellvertretende Bürgermeister.

Die Vorschau auf die Veranstaltungen und Ausstellungen der offenen Sonntage in diesem Jahr von April bis Oktober gab der dritte Vorsitzende Hans Seidl. Er regte an, die Arbeit an diesen Sonntagen auf mehrere Schultern zu verteilen und sagte, Mithilfe und Anregungen aus der Mitgliedschaft seien jederzeit erwünscht.

Vor Beginn der Museumssaison wird am 18. April der „Tag der Baumes“ gemeinsam mit den Gartenbauvereinen Altdorf, Eugenbach und Pfettrach begangen. Im Museumsgarten werden Obstbäume gepflanzt. An den offenen Sonntagen sind vorgesehen: Vorstellung von Facharbeiten von Schülern des Gymnasiums Furth mit den Themen „Vom Leinsamen zum Textil“ und „Essbare Pflanzen aus dem Museumsgarten“, eine Müller-Ausstellung, Vorführung von Greifvögeln, geführte Kirchenwanderungen, Dreschen wie früher und eine Ausstellung „Böhmisches Glas“ in Zusammenarbeit mit demVerein der Sudetendeutschen.

Zum Abschluss der Jahresversammlung zeigte Vorstandsmitglied Klaus Janssen eine Videopräsentation über zehn Jahre Heimatmuseum und Museumsverein, bei der viele Aktionen aus den ersten Jahren des Bestehens in Erinnerung gerufen wurden. Die Zuschauer dankten Klaus Janssen mit viel Beifall und zweiter Vorsitzender Anton Paukner mit einem Präsent für die gelungene Vorführung.