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"Gezielte Umgestaltung des Museums"
Informationen in Hauptversammlung des Heimat- und Museumsvereins

Seine gut besuchte Hauptversammlung nutzte der Heimat- und Museumsverein zu einer Rückschau und einem Ausblick. Nach Angaben des Vorsitzenden Hans Seidl will der Verein seine Museumssaison 2010 am 25. April mit der Sonderausstellung "Kaffee-Geschirr" beginnen. Das bald 15-jährige Bestehen des Museums sieht dessen Leiterin Monika Weigl als eine Herausforderung für eine gezielte Umgestaltung.

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Vorsitzender Hans Seidl, seine beiden Stellvertreter ludwig Abstreiter und Anton Paukner, die gewählte Schriftführerin Thea Raaz sowie Museumsleiterin Monika Weigl und die beiden Bürgermeister Franz Kainz und Helmut Maier beim Heimat- und Museumsverein.

 


Bei der Hauptversammlung des 168 Mitglieder zählenden Vereins am Freitag im Gasthaus Huber, Gstaudach, stellte Hans Seidl in seinem Rechenschaftsbericht zunächst fest, dass der Jahreskreis durch die offenen "Museums-Sonntage" geprägt gewesen sei. Dabei seien wieder einige attraktive Sonderschauen in den Blickpunkt der Besucher gerückt worden. In seinem Bericht verwies der Vorsitzende auch darauf, dass sein Stellvertreter Anton Paukner gemeinsam mit dem Bäckermeister Günter Gühl ein altbäuerliches "Brotbacken" arrangiert hatte. Ebenso viel Interesse habe das "Küchlbacken" gefunden, für das Rita Fuchs mit einigen Helferinnen gesorgt hatte. Resümierend folgerte der Berichterstatter, dass der Verein vorwiegend ältere, an der Geschichte und an Traditionen interessierte Mitglieder in seinen Reihen habe.

In seinem Ausblick auf die heurige Museumssaison gab Hans Seidl zu verstehen, dass der Verein neun Sonderschauen oder Veranstaltungen im Museum ausrichten wird. So wird bereits am "Internationalen Museumstag" (16. Mai) die Sonderschau "Penker-Hof" aus der einstigen Hofmark Pfettrach eröffnet. Eine gemeinsame Sonderschau mit dem Thema "alte Feuerwehrgeräte" wird mit der Altdorfer Feuerwehr am 25. Juli angeboten. "Küchlbacken" und Kirchweihtraditionen stehen heuer am vorletzten und letzten "Tag des offenen Museums" auf dem Programm, listete Hans Seidl weiter auf.

In diesem Zusammenhang appellierte er an die Mitglieder, sich auch ehrenamtlich bei der Betreuung des Museums an den" Tagen der offenen Tür" einzubringen. Stellvertretend für die bisherigen Betreuungskräfte nannte Hans Seidl namentlich Maria Franz für ihren ganzjährigen Kassierdienst sowie Klaus Janssen für die "Internet-Bearbeitung" des Vereinsgeschehens.

Auch einige organisatorische Entscheidungen fällten die Mitglieder. So wurde Thea Raaz als Schriftführerin gewählt. Ebenfalls Wurde der Kassenbericht, den Michael Kapfhammer erstattete, zustimmend zur Kenntnis genommen. Demnach hat der Verein das Jahr 2009 mit einem Plus von 2615 Euro abgeschlossen. Revisor Josef Deifel bescheinigte dem Kassier eine ordentliche Finanzführung, so dass auch die Entlastung der amtierenden Vorstandschaft einstimmig erfolgte.

Mit Lob bedachte auch Bürgermeister Franz Kainz die Ehrenamtlichen des Vereins. Insgesamt 5000 Besucher seien im Vorjahr im Museum registriert worden, "Altdorf übertrifft damit bei Weitem die Zahlen vergleichbarer 'Museen", erklärte der Bürgermeister.

Mit den Worten "Verein und Museum können bald auf ein 15-jähriges Bestehen zurückblicken" begann Monika Weigl ihre Präsentation über diese Jahre. Dabei warb die Museumsleiterin auch für die von der Beratungsstelle für nichtstaatliche Museen angeregte Umbenennung. Statt "Heimatmuseum" sollte es künftig heißen "Museum im Adlhoch-Haus" .

Für ihre fast einstündige Revue von Bildern aus dem und um das Museum erhielt Monika Weigl viel Beifall. Aus einem einst armseligen Anwesen sei heute ein schmuckes Museum entstanden,.in dessen Gewölbekeller eine reichhaltige Sammlung von . archäologischen Fundstücken ihre Bleibe gefunden habe und besichtigt werden kann.

Die geplante Umgestaltung des Museums, die laut Monika Weigl angestrebt wird, erfordert teils auch eine Neuausrichtung. So müsse das Museum jährlich feste Öffnungszeiten von mindestens 100 Stunden haben. Um diese Vorgabe zu erreichen, sei vorgesehen, ab 2011 jeden Donnerstagnachmittag das Museum zu öffnen, betonte dessen Leiterin.
LZ v. 24.03.2010