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Wohlschmeckende "Küchl" lockten
Im Museum "Adlhoch-Haus" wurde gebacken und informiert

Die Wohnstube des "Adlhoch-Hauses" war am "Tag der offenen Tür", der am vergangenen Sonntag veranstaltet worden ist, zu einer Backstube umfunktioniert worden. Einige Frauen des Partnerschaftsvereins und des Museumsvereins demonstrierten hier gekonnt das "Küchlbacken" fast wie einst zu "Großmutters Zeiten".

Bei dieser Sonderschau des "Küchlbackens" mussten die Frauen die Ärmel hochkrempeln, um der regen Nachfrage nach diesen wohlschmeckenden Schmankerln nachkommen zu können. Stellvertretender Vorsitzender Anton Paukner vom Heimat- und Museumsverein Altdorf zeigte sich deshalb erfreut, dass dieses "Küchlbacken" so gut funktioniert und auch von den Besuchern angenommen wird.

Die "Küchl"-Herstellung ließen sich gerade Besucherinnen oft erklären. In Anlehnung an altbayerische Rezepte bereiteten die fleißigen "Küchlbackerinnen" den Teig zu. Dinkelmehl, Hefe, Rosinen und Rum waren die Grundstoffe für die geformten Teiglinge, die dann in ungehärtetem Fett herausgebacken worden sind.

Die frisch gebackenen Küchl fanden auch einen regen Absatz bei den Besuchern, die diese bayerischen Schmankerl vor Ort bei einer Tasse Kaffee, zubereitet durch Ida Forster, Maria Franz und Thea Raaz, verspeisten oder verpackt mit nach Hause nahmen. Von den hierzu erhaltenen Spenden zugunsten der Vereinskasse ist auch ein namhafter Betrag für eine kirchliche Hilfsaktion in Afrika bestimmt, erklärte der im Verlauf des Nachmittags noch erschienene Vorsitzende Hans Seidl.

Parallel zu der Sonderschau des demonstrativen "Küchlbackens" führten J osef Meier und J osef Sehofer die interessierten Besucher auch durch die archäologische Ausstellung im Kellergewölbe sowie durch die Scheune neuzeitlicher Exponate im Erd- und Obergeschoss des "Adlhoch-Hauses". Die 7000-jährige Geschichte der Heimat, wie sie sich aus den im Keller ausgestellten Fundstücken rekonstruieren lässt, ist für die meisten Besucher eine beeindruckende Zeitreise in die Vergangenheit.

Ein Mosaik aus Funden, Karten, Fotos lind Erläuterungen umfasst die Ausstellung im Kellergeschoss. Diese Schau, die demnächst umgestaltet werden soll, lässt gleichwohl auch Platz für die eine oder andere Phantasie und für Gedanken an die Menschen, die hier gelebt, aber oft noch mehr gelitten haben. Im Übrigen: Am Sonntag, 24. Oktober, von 14 bis 17 Uhr kann heuer letztmalig bei einem "Tag der offenen Tür" ohne Voranmeldung das Museum besucht werden.
LZ v. 02.10.2010