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Exponate ermöglichen Zeitreise
Altdorfer Museum präsentierte sich auch am "Tag des offenen Denkmals"

Auch das AltdorferMuseum "Adlhoch-Haus" präsentierte sich am "Tag des offenen Denkmals". Eine Zielvorgabe der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" und der sie tragenden Unter stütz er, die Besucher auf eine Zeitreise bei ausgestellten archäologischen Fundstücken mitzunehmen, konnte gerade im Gewölbekeller des Museums erfüllt werden, erklärte Vorsitzender Hans Seidl vom Heimat- und Museumsverein Altdorf.

Tag des offenen Denkmals 2011

 

Am "Tag des offenen Denkmals" konnte, wie sich zweiter Bürgermeister Helmut Maier im Beisein von ehrenamtlichen Helfern und der BN-Ortsgruppenvorsitzenden Barbara Engelhardt überzeugte, auch das Altdorfer "Adlhoch-Haus" besichtigt werden.

 

 


 

Das heurige Leitthema "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert" war, wie die Vorstandschaft des Vereins in der vorausgegangenen Sitzung feststellte, breitgefächert. Ein aufmerksamer Rundgang durch die Marktgemeinde ist im Hinblick auf dieses Leitthema auch eine Zeitreise durch einige Jahrhunderte Heimatgeschichte. Hierzu lässt sich, so Hans Seidl, von Sakralbauten über Herrenhäuser, wie beispielsweise die Villa der heutigen Musikschule, ein großer Bogen spannen.

Das "Adlhoch-Haus" am Fuße des "Oswald-Hügels", auf dem einst die Burg der "Altdorfer" thronte, gehört heute zu den ältesten Bauernhäusern Niederbayerns. Deshalb- ist auch die Haus- und Hofgeschichte, die sich urkundlich bis zum' Jahr. 1464 rückverfolgen lässt, recht aufschlussreich. Zu diesem "OswaldGütl" gehörten früher Wiesen, Felder und sogar Weinberge an der Südhangleite des Isartals. Trotzdem war, wie sich aus alten Schriftstücken rekonstruieren lässt, das Leben dieser Gütl-Bewohner recht armselig und mit viel Arbeit verbunden gewesen.

Das historische Gebäude zeigt, und das ist bei allen vergleichbaren Gebäuden so der Fall, nicht den Erstzustand, hat Professor atto Bauer festgestellt, der sich um dessen Erforschung d verdient gemacht hat. Eine im Jahre 1997 durchgeführte Untersuchung an verzimmerten Hölzern bestätigte deren Fällungszeit um 1547. Charakteristisch für die damalige Zeit war, 'dass das Walmdach dieses Gebäudes mit Stroh gedeckt war. Die Musumsleiterin Monika Weigl sowie der Heimat- und Museutnsverein versuchen, dieses "Adlhoch-Haus" ganzjährig mit viel Leben zu erfüllen. "Nur so lässt sich die Heimatgeschichte in Erinnerung behalten und auch an die Kinder und Enkelkinder wei terge ben", meint Vereinsvorsitzender Hans Seidl. Dass dies auch an diesem "Tag des offenen Denkmals" einmal mehr gut gelungen ist, dazu trugen auch die ehrenamtlichen Helfer Edeltrud Englert, Ida Forster, Ernst Gruß, Josef Maier und Tea Raaz bei.
LZ v. 13.09.2011