Heimat- und Museumsverein Altdorf, Saisoneröffnung
Ausstellung von Facharbeiten über das Museum

Mit der ausführlichen Präsentation von vier Facharbeiten aus dem Fach Biologie von ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Maristengymnasiums Furth wurde die Museumssaison im Heimatmuseum „Adlhoch-Haus“ eröffnet. Zu der Ausstellungseröffnung waren neben interessierten Besuchern vor allem Vertreter des Marktes Altdorf, vom Maristengymnasium sowie zahlreiche Angehörige der ausstellenden Studenten aus Bruckberg, Altdorf, Landshut und Moosburg gekommen.

MuseumseröffnungBürgermeister Josef Sehofer hieß besonders die vier Facharbeitsforscher, Frater Alois Engel, den Direktor des Maristengymnasiums Furth, Museumsleiterin Monika Weigl und Professor Otto Bauer willkommen. Das Marktgemeindeoberhaupt bezeichnete den Erwerb des ehemaligen Bauernhauses durch die Gemeinde als einen Glücksfall. Dieses älteste Gebäude im Ort sei heute als Heimatmuseum ein Schmuckstück. Er ermunterte die Besucher, sich das ganze Haus anzuschauen, besonders auch die Ausstellungsstücke in der Archäologieabteilung. Er wünschte dem Heimat- und Museumsverein, der das Museum jeden Monat mit Leben erfülle, auch in diesem Jahr wieder viele Besucher und sprach die Hoffnung aus, dass vor allem auch die Jugend zahlreich komme.

Die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Ida Forster begrüßte die erschienenen Besucher, an der Spitze die Vertreter der Marktgemeinde Altdorf und des Maristengymnasiums sowie Museumsleiterin Monika Weigl, der sie für die Organisation dieser Eröffnungsausstellung besonders dankte. Ida Forster stellte das Jahresprogramm des Heimat- und Museumsvereins vor, das bis Oktober an jedem letzten Sonntag im Monat herausragende Aktivitäten und Sonderausstellungen biete.

„Das Dutzend ist voll“, sagte Monika Weigl zu Beginn ihrer Ansprache. Es sei nun bereits das zwölfte Mal seit der Eröffnung des Hauses, dass die Türen für die Besucher geöffnet würden. Viele Jahre sei das 450 Jahre alte Bauernhaus selber das wichtigste Objekt gewesen. Es seien seine ehemalige Nutzung , neue Untersuchungen und auch handwerkliche und volkskundliche Themen gezeigt worden. Diese Eröffnungsausstellung sei aber etwas Besonderes, sagte Monika Weigl. Die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Maristengymnasiums Furth Thomas Neuberger, Sissi Brunner, Raffaela Uhlik und Christoph Raichl haben sich in Facharbeiten in Zusammenarbeit mit Biologielehrerin Franziska Hain mit Themen rund um das Museum befasst. Wie Monika Weigl erwähnte, sei es nicht das erste Mal, dass Schulen sich mit dem Museum oder seinen Programmen beschäftigt hätten. „Für alle, für die Schulen, für das Museum und auch für die Schüler ist es ein Gewinn“, sagte die Museumsleiterin. Die Kontakte zögen oft weite Kreise. Und in unserer Zeit, in der die Schulen verstärkt auf aktive Arbeit und vernetztes Lernen setzten, böten Museen die Möglichkeit, hier sinnvoll und in die Zukunft gerichtet zu arbeiten, und auch so zukünftige Besucher ins Museum zu locken.

Monika Weigl machte darauf aufmerksam, dass auch an den Wochentagen das Museum voller Besucher sei. Fast täglich machen Schulkinder eine Zeitreise 7000 Jahre zurück in die Steinzeit und versuchen mit einfachsten Mitteln Pfeile oder Schmuck herzustellen oder ihre Brotzeitfladen selber zu braten. Seit im Jahr 1996 die Altdorfer Grundschullehrerin Annette Lainer angeregt habe, „Kinder etwas tun zu lassen“, habe sich das museumspädagogische Programm im Heimatmuseum zu einem der besten Programme dieser Art in Bayern entwickelt, mit über 3000 jungen Teilnehmern im letzten Jahr.

Anschließend führte Monika Weigl die Besucher durch die Ausstellung und die jungen Studenten Thomas Neuberger, Sissi Brunner, Christoph Raichl sowie Professor Otto Bauer für die verhinderte Raffaela Uhlik erläuterten anhand von Dokumenten und Ausstellungsstücken dem staunenden Publikum ihre Facharbeiten.