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Handwerk und Infos aus der Partnergemeinde
Das italienische San Vito präsentiert sich im Heimatmuseum des Marktes

Bereits am Samstag und Sonntag waren die Ausstellungsstücke aus San Vito di Leguzzano im Heimatmuseum des Marktes zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung war aus der Partnergemeinde eine Abordnung mit Bügermeister Antonio dalle Rive an der Spitze nach Altdorf angereist.

San VitoHans Seidl, als Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins, freute sich, dass zur Eröffnung der Ausstellung "Das Holzmuseum San Vito di Leguzzano präsentiert sich in Altdorf" eine derart große und interessierte Besucherzahl kam. Aus der italienischen Partnergemeinde kamen neben dem Bürgermeister der Chef des dortigen "Museo Etnografico", Renato Stievano, sowie der Kulturbeauftragte des Ortes, Paolo Snichelotto. Von Seiten des Marktes waren zweiter Bürgermeister Helmut Maier und dritter Bürgermeister Georg Wild mit zahlreichen Gemeinderäten und die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard unter den Eröffnungsgästen, ebenso Josef Sehofer, während dessen Amtszeit die Gründung der Partnerschaft erfolgte, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Günther Fuchs, und Wilfried Böhmer, der die für die Ausstellung nötigen Kontakte mit der Partnergemeinde hielt. In seiner Begrüßung äußerte Seidl den Wunsch, dass dieser Ausstellung im Heimatmuseum spätestens in ein bis zwei Jahren eine Ausstellung Altdorfs unter Federführung der Museumsleiterin Monika Weigl in San Vito folgen möge.

Günther Fuchs bezeichnete die Ausstellung als weiteren Schwerpunkt der kulturellen Beziehungen. Auch er hofft, "dass diese Ausstellung nur der Anfang einer Reihe von Museumskontakten ist, denn gerade die Beziehungen der Menschen vor etwa drei- bis fünftausend Jahren in Europa waren enger, als bisher angenommen."

Zweiter Bürgermeister Helmut Maier war erfreut, dass nunmehr Ausstellungsstück aus dem San Vito Museum im Adlhochhaus der Öffntlichkeit in Altdorf zugänglich gemacht werden. "Bei näherer Betrachtung der Exponate und der Schautafeln wird deutlich, dass auch schon vor mehr als 100 Jahren, trotz politischer Disharmonien in der damaligen Zeit, Gemeinsamkeiten bestanden. Aber mit der Partnerschaft führten diese Gemeinsamkeiten mittlerweile zu einer Freundschaft zwischen unseren Kommunen, die hoffentlich in der Zukunft noch ausgebaut und weiter gepflegt werden wird”, so Maier in seinem Grußwort.
Auf Voranmeldung kann die Ausstellung jederzeit besichtigt werden. Offiziell ist sie am 24. Oktober, anlässlich des Besuchs einer größeren italienischen Abordnung zur Feier der zehnjährigen Partnerschaft zwischen den Gemeinden, der allgemeinen Öffentlichkeit nochmals zugänglich. Wie Paolo Snichelotto bei der Vorstellung der Exponate ausführte, werden zahlreiche handwerkliche Geräte zur Holzbearbeitung, wie Zirkel, Axt, Hackbeil oder Holzbohrer ebenso ausgestellt wie Informationen zu den Holzberufen, wie Schreiner oder Wagenbauer. Eine besondere Schautafel ist dem Schutzpatron dieser Handwerker, dem Heiligen Josef (San Giuseppe) gewidmet. Wie der italienische Kulturreferent weiter ausführte, sei das dortige "Museo Etnografico" in ein Museumsnetz von elf Museen der Region eingebunden. Dies gebe es seit dem Jahre 2001 und diese "Rete Museale Alto Vicentino" sei vorbildlich für weitere derartige Netze, auch in Deutschland. Bei einer Brotzeit im Heimatmuseum fand die offizielle Ausstellungseröffnung ihren Abschluss, und die Gäste aus Italien konnten noch Hopfenkränze als Erinnerungsgeschenk nach San Vito di Leguzzano mitnehmen.
LZ v. 01.10.2008